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20.05.2006   11:51 Uhr

Kampfmaschinen

Roboter zum Appell

Intelligente Maschinen sollen Soldaten bei gefährlichen Missionen ersetzen - die Bundeswehr hat nun erste Geräte auf einem Truppenübungsplatz antreten lassen.
Von Wolfgang Blum

Kurt kurvt gemächlich durch die schmalen Gassen. Ab und an wirft er einen Blick in eines der Häuser. Dann bleibt er kurz stehen, als dächte er nach, wie es jetzt weitergehen könnte. Das rot-blaue Gefährt, an dessen Antenne ein Plüschtier gesteckt ist, gleicht zwar einem ferngesteuerten Spielzeugauto, doch darin steckt modernste Technik. Kurt war eines der Geräte, die beim ersten europäischen Wettbewerb für Landroboter, den die Bundeswehr soeben auf dem Truppenübungsplatz im unterfränkischen Hammelburg veranstaltete, ihr Können zeigten. Die Geräte mussten dabei einen Parcours durchfahren, der erst durch unwegsames Gelände führte und dann durch das Dorf Bonnland, in dem sonst die Soldaten aus Fleisch und Blut Häuserkampf üben. Unterwegs sollten die Roboter mehrere rote Benzinkanister und Kisten finden, die versteckt zwischen und in den Häusern lagen.


 
Roboter Bundeswehr

Ein Krieger der Zukunft müht sich Stufe für Stufe hinauf.
Foto: Bundeswehr

 

"Wir wollten uns einen Überblick über die Leistungen der Universitäten und Firmen verschaffen", sagt Wolfgang Brüschke, General für Heeresentwicklung, über das Ziel der Leistungsschau in Hammelburg. In welchen Bereichen das Heer künftig Kameraden aus Blech und Chips einsetzen wolle, sei zwar noch nicht genau abzusehen. Doch denkbar sei die Erkundung feindlichen Geländes und das Aufspüren und Retten verwundeter Soldaten.

Und so vage die Vorstellungen der Militärs noch sind, so vielseitig war die Palette der Roboter, die in Hammelburg antraten. Die Apparate reichten von kaum größer als eine Ratte bis zu den Ausmaßen eines Kleinwagens. Die einen rollten auf Ketten, andere auf Rädern. Die Fahrzeuge, die von Universitäten konstruiert wurden, sahen aus wie eine Mischung aus Bastelarbeit und Spielzeug. Die Vehikel der Industrie glichen mit olivgrünen Chassis eher militärischem Gerät.

Fernsteuerung ohne Sichtkontakt

20 Teams aus acht europäischen Ländern schickten ihre Roboter auf realitätsnahe Missionen. Ganz auf sich allein gestellt waren die Roboter auf ihrem Weg durch das Geisterdorf Bonnland jedoch nicht. Ein Mensch durfte sie aus der Ferne steuern, jedoch ohne direkten Sichtkontakt zu haben. Er saß am Bildschirm und hatte nur das vor Augen, was die Sensoren in dem Apparat sendeten. "So ein Live-Experiment ist schon etwas Besonderes", schwärmt Andreas Nüchter von der Universität Osnabrück, einer der Erbauer von Kurt. Bei einem Versuch im Labor könne man so lange probieren, bis es schließlich klappt. Hier müsse alles auf Anhieb funktionieren. Was in Hammelburg natürlich nicht immer der Fall war: Manche Roboter verloren den Funkkontakt, andere wurden durch Materialfehler gebremst oder blieben einfach im Gelände stecken.


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