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    Lehrstuhl für Informatik VII - Robotik und Telematik

    Ziele:


    Die Robotik erzielt rasante technische Fortschritte. Der Anwendungsbereich von Robotern wird ausgeweitet, der Charakter der Geräte verändert sich: Abhängig von einer verbesserten sensorischen Wahrnehmung der Roboter werden die Entscheidungsprozesse komplexer und weniger intuitiv vorhersehbar.

    Ein weiteres Problemfeld ist die Entwicklung hin zu Mensch-Maschine-Mischwesen. Bereits jetzt gibt es Herzschrittmacher, Hirnschrittmacher, ausgefeilte künstliche Glieder; künftig werden auch künstliche Sinnesorgane, Nerven und vieles andere hergestellt werden.

    Das Recht ist auf diese Herausforderung bislang nicht hinreichend vorbereitet. Sie betreffen v.a. den Haftungsadressaten, die Mitverantwortung Dritter, Kausalitäts- und Zurechungsstrukturen, die zugrunde gelegten Sorgfaltsanforderungen sowie mögliche Rechtfertigungsgründe. Ein weiteres bisher ungelöstes Problem ist die Versicherung der Roboter. Nicht zuletzt stellen sich Bedürfnisse nach Neuregulierungen. Die öffentlich-rechtlichen Sicherheitsvorschriften sind auf die verstärkte Einbindung von Robotern und weit entwickelten Assistenzsystemen einzustellen. Zudem ist zu prüfen, inwieweit der Entwicklung in besonders gefährlichen Bereichen durch Gesetze Einhalt zu gebieten ist.

    Dieser Aufgabe möchte sich das Projekt stellen. In enger Kooperation zwischen den Herstellern von Robotern und der Rechtswissenschaft, unter Einbeziehung der Ethik, Soziologie, Psychologie und anderen Geisteswissenschaften, soll die Robotik und die Entwicklung von Mensch-Maschine-Verbindungen rechtlich analysiert und begleitet werden. Ziel des Projekts ist insbesondere die Erstellung eines umfassenden Handbuchs zu der Thematik.

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